„Das ‚Wunder‘ besteht darin, dass überhaupt Menschen geboren werden, und mit ihnen der Neuanfang, den sie handelnd verwirklichen können kraft ihres Geborenseins. Nur wo diese Seite des Handelns voll erfahren ist, kann es etwas geben wie ‚Glaube und Hoffnung‘, also jene beiden wesentlichen Merkmale menschlicher Existenz, von denen die Griechen kaum etwas wussten, bei denen Treu [

Natürlich darf ich das, was ich leiste, mir selbst zurechnen - es sei denn ich habe es in einem Arbeitsvertrag an andere abgetreten, wofür ich dann bezahlt werde. Aber auch dann gilt: meine Leistung als solche, meine Leistungsfähigkeit, gehört mir, was elementar damit zusammenhängt, dass das was ich kann, meine Fähigkeiten und Kompetenzen, mir selbst und niemand anderen gehören [

Meditation kann Alltagsbewältigung sein. Ostersamstag 2017, Einkaufen fürs lange Wochenende bei Edeka. Es ist brechend voll, lange Schlangen vor allen Kassen, unangenehm eng und viele haben schlechte Laune. Ich sage zur Kassiererin: „Da kriegen Sie heute aber keine Ruhe!“ „Doch!“ antwortet sie, „Beim Eingeben der Waren, wenn es piept. Aber das muss man üben.“ [

Wenn es überhaupt etwas gibt, was wir als unser Ureigenstes, Authentisches ansehen, dann sind es unsere Gefühle der Liebe für andere. Diese Gefühle richten sich auf andere Menschen, die um ihrer selbst willen, so jedenfalls das Ideal, geliebt werden und mit denen wir uns identifizieren. Deren Interessen werden von uns als unserer eigenen begriffen. Man hat es also bei der Liebe [

Seit seinen Anfängen hat sich das Christentum damit befasst, was unter Leitung zu verstehen sei. Dabei hat man naturgemäß viel aus säkularen Leitungstraditionen übernommen, aber auch eigene Akzente gesetzt, insbesondere in der mönchischen Tradition. Von da aus hat es wiederum Rückwirkungen auch in die Bereiche der Wirtschaft hinein gegeben. Allerdings ist deutlich, dass Leitung [

Immer wieder äußern sich Menschen abfällig über andere und nutzen dafür sogar äußere Merkmale wie die Farbe der Haut, die Rasse, körperliche Defizite oder anderes. Auch die völkische Zugehörigkeit kann in dieser Hinsicht sehr nützlich sein und stellt deswegen ein unendliches Reservoir von unbewiesenen Urteilen dar. Wenn man so etwas erlebt, kann das ausgesprochen unangenehm [

Eilert Herms hat in seiner systematischen Theologie von 2017 Gott als „Ursprungsmacht“ zum Thema gemacht. Alles Leben vollzieht sich in Kommunikation mit dieser Macht und dies wird in einem christlichen Leben in der einen oder anderen ausdrücklichen Form auch so gewusst. Viel diskutierte Formeln für ein gelingendes „In der Welt sein“ der Menschen wie Resonanz, Reziprozität [

Im Zentrum jeder Religion und so auch des christlichen Glaubens stehen Formen der Kommunikation mit Gott. Sie können ritueller Natur sein und mehr oder minder distanziert von den Beteiligten oder in Formen ihrer deutlichen Einbeziehung ablaufen. Das Christentum hat in dieser Hinsicht eine ungeheure Vielfalt von liturgischen Möglichkeiten entwickelt, die von kleinsten Andachten [

Christian Geyer hat in der FAZ vom 8.10.2019 unter dem Titel „Prima Klima ohne Kinder“ eine Horrorvision zur Rettung der Erde diskutiert: Keine Kinder mehr zu bekommen. Das Kleinkind sei gerade dabei einem „Imagewandel vom rentenpolitischen Nützling zum klimapolitischen Schädling zu durchlaufen - nach dem Motto: schon wieder ein menschliches Emissionsbündel mehr!“ Der Kontext [

Niklas Luhmann hat irgendwo mal behauptet, eine Mischung aus Drogen und Ironie sei die einzig wirklich mögliche Konkurrenz zur Religion. Nun könnte man sicherlich zustimmen, dass Drogen die Konkurrenz zu eigentlich allem sind - aber Ironie ein Feind der Religion? Oder genauer gesagt: Ironie ein Feind des christlichen Glaubens? Auf den ersten Blick ist da etwas dran, denn [

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