Seit Corona die Kirchen auf eine harte Probe stellt, ist eine Debatte über ihre Nutzlosigkeit entbrannt. Wie überflüssig sind sie wirklich? Das Virus macht endgültig deutlich, wie nutzlos die Kirchen mittlerweile geworden sind. Religiös Hilfreiches zur Bewältigung der Krise war von ihnen nicht zu hören. Gleich zu Beginn der Pandemie haben es die Bischöfe auf den Punkt gebracht […]

Seit Corona die Kirchen auf eine harte Probe stellt, ist eine Debatte über ihre Nutzlosigkeit entbrannt. Wie überflüssig sind sie wirklich? Das Virus macht endgültig deutlich, wie nutzlos die Kirchen mittlerweile geworden sind. Religiös Hilfreiches zur Bewältigung der Krise war von ihnen nicht zu hören. Gleich zu Beginn der Pandemie haben es die Bischöfe auf den Punkt gebracht […]

Wenn es etwas gibt, das die Identität des modernen Menschen ausmacht, dann ist es die Vorstellung, dass ich mir selbst gehöre. Niemand anders hat das Recht über mich zu bestimmen. Gab es davon noch sehr lange gravierende Ausnahmen – Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderung – so sind sie im Prinzip längst beseitigt. Jeder und Jede gehört sich selbst, auch in intimen Beziehungen [

In Anbetracht des eindeutig Bösen – Faschismus, Apartheid, Terror, Sklaverei und vieles mehr - sind die Verhältnisse wohl geordnet, denn wir stehen auf der Seite der Guten und positionieren uns bei jeder Gelegenheit gegen die Erscheinungsformen des Bösen. Und das ist natürlich auch völlig richtig so, denn gegen all dies muss man dagegen sein, man muss es bekämpfen. Zudem verschafft [

Die Antwort des christlichen Glaubens auf die Bedrohung des derzeitigen ökologischen Gefüges besteht in der Rückkehr zu der grundlegenden Glaubensüberzeugung vom Schöpfertum Gottes und damit zu der Aufforderung, diesen Glauben auch zu leben, d.h. wie Geschöpfe Gottes zu leben. Selbst säkularisiert lässt sich dieser Gedanke noch dahingehend nachvollziehen, dass der Mensch eben [

Am 14. August 2019 erschien in der TAZ eine wunderbare Meldung mit dem Titel: Parusie-Verzug. „Wie die evangelische Kirche Deutschlands mitteilte, wird ihr Chefkommunikator Michel Brinkmann vom Kirchenamt in Hannover in die Zentrale der Deutschen Bahn wechseln, Abteilung Personenverkehr. Über die Gründe für den Wechsel wurde nichts bekannt, aber Brinkmanns Qualifikation steht [

Nicht selten wird gegen die Möglichkeit von Menschen, sich etwas in der Vergangenheit Geschehenes  zu vergeben, argumentiert, dass Nachsicht ihre Verantwortlichkeit untergraben würde. Aber das Gegenteil ist der Fall: nur durch Vergebung kann etwas unwiderruflich Geschehenes - und all unser Tun ist im Kern unwiderruflich - ungeschehen gemacht und damit ein neuer Anfang gesetzt [

Dass die Tiere uns beobachten, ist gut bekannt. Einige von ihnen tun das in dem sie uns in die Augen schauen bzw. unsere Gesichtszüge intensiv wahrnehmen. Jeder kann diese Erfahrung insbesondere bei den den Menschen am nahesten stehenden Tieren, den Hunden, machen. Sie kommunizieren tatsächlich auf Augenhöhe mit uns - so ist jedenfalls der Eindruck. Man bekommt das besonders [

Trotz aller Individualisierung und Egozentrierung ist der Wunsch, irgendwie dazuzugehören und ein Teil von etwas Größerem zu sein, nicht aus der Welt zu schaffen. Die Bedeutung eines Arbeitsplatzes besteht für viele Menschen über die konkrete Tätigkeit hinaus vor allem darin, zu einem Kollektiv, einer Organisation oder etwas anderen dazuzugehören und auf diese Weise einen Platz [

Vor gut 30 Jahren hat Axel Honneth mit seinem Buch „Kampf um Anerkennung - Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte“ eine neue Sichtweise für gesellschaftliche Auseinandersetzungen in die Diskussion eingeführt: stets ginge es um Anerkennung. Während vorher an dieser Stelle vor allem der Interessenbegriff stand, und zwar stark abgezweckt auf materielle Interessen, wurde es nun [

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