Eine postchristliche Generation?

Eine postchristliche Generation?

„Every generation got it‘s own disease“ – so rockte es einst „Fury in the Slaugtherhouse“ in die Welt und fügte nicht nur hinzu: „And I’ve got mine“, sondern auch: „Babe, help me please!“ Der Song war düster und depressiv: „Let’s shake hands with plastic gloves and watch out for the last white doves“. Ein einziger Schrei nach Hilfe. Von Selbstzufriedenheit keine Spur.  Das Leben war ganz und gar nicht in Ordnung: „And someone said live fast, die young. But the time runs always faster, son.“ So war das Lebensgefühl nicht weniger noch vor 25 Jahren – gespiegelt von dieser hannoverschen Kult-Band.

Jede Generation trägt ihre Deformationen mit sich (und kultiviert sie auch nicht selten). Das ist doch mal eine Einsicht! Jeder hat seine Handicaps – niemand hat den vollen Durchblick! Und dafür kann man nichts, denn für die Verhältnisse, unter denen man aufwächst, kann man als junger Mensch nicht verantwortlich sein. Diese Einsicht kann bei aller ihr innewohnenden hemmenden Funktion auch etwas Tröstlich-Solidarisches haben: Man bleibt auf die anderen angewiesen. Ein Generationenzusammenhang ist gestiftet. Es gilt, sich etwas anzueignen – und etwas weiterzugeben. Wo man stark ist, da ist man schwach: So wird man erwachsen. Ich brauche die anderen, um durchs Leben zu kommen. Das Ich bleibt im Wir eingebettet. 

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